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Geschichte der Gemeinde


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Petruspfarrei und Pauluspfarrei werden eins …

So war ein Artikel im Gemeindebrief zum Advent 2006 überschrieben.

Am 1. Advent wurde die Vereinigung zur Petrus- und Paulusgemeinde und dem damit verbundenen Gruppenpfarramt in einem Festgottesdienst feierlich begangen. Eine "kleine Prozession" von der Pauluskirche zu Gemeindezentrum und Petruskirche mit Pfarrerin Sabine Zeller-Schock, Pfarrer Peter Schock und Pfarrer Markus Engelhardt folgte.

Nachdem im Sommer 2007 Pfarrerin Sabine Zeller-Schock, Pfarrer Peter Schock und Markus Engelhardt sich anderen Aufgaben zuwandten, folgten zwei nicht einfache Jahre einer „Vakanz“ – die Pfarrstellen blieben unbesetzt.

Im Herbst 2007 wurde der erste Ältestenkreis der neu gegründeten Petrus- und Paulusgemeinde gewählt.

Da in Zukunft die zu erwartenden Haushaltsmittel nicht ausreichen werden, alle Gebäude der Petrus- und Paulusgemeinde zu unterhalten, entschließt sich der Ältestenkreis zur Veräusserung des Johannes-Zwick-Hauses. Das Gemeindezentrum in der Wollmatinger Straße beherbergt jetzt die gemeindliche Arbeit und das Pfarramt.

Am 9. Dezember 2007 wurde die Pauluskirche nach erfolgter neuen Innengestaltung in einem Festgottesdienst wiedereröffnet.

 








Seit dem Sommer 2009 nehmen Pfarrer Heinz Freudenberger (re) und Pfarrer Hartwig Warnke (li) die Aufgaben in der Gemeinde wahr.

"Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist, weil leben heißt sich regen, weil Leben wandern heißt."

Im Frühjahr 2010 wurden der neue Altar, Kanzel, Taufstein und Osterkerzenstele eingeweiht.

Im Sommer 2010 wird auch das renovierte Gemeindezentrum an der Wollmatinger Straße wieder genutzt.

 

(Vor-)Geschichte der Pauluspfarrei

Die Pauluskirche in der Mainaustraße

1919 tritt der erste Gemeindepfarrer seinen Dienst an. Damals gehören zum Gemeindegebiet alle Evangelischen bis Wallhausen, Allensbach und Reichenau. 1924 erhält die Gemeinde den ihren Namen "Paulusgemeinde".
1927 stellt die Stadt das Grundstück in Erbpacht zur Verfügung.
In den Wettbewerbsunterlagen ist zu lesen: "Auf dem von der Stadt Konstanz für 50 Jahre zur Verfügung gestellten Platz vor dem 'Gütle' soll ein Kirchenbau erstellt werden, der in Anlage und Ausführung so gehalten ist, dass er nach dieser Zeit an anderer Stelle als Behelfskirche wieder aufgebaut werden kann, aber während der Zeit seiner Benützung im Äußeren und Inneren möglichst geringe Unterhaltskosten verusracht. Äußere ind innere Gestaltung soll dem Zweck entsprechend einfach, aber einer Kirche würdig sein."
Am 12. August 1928 findet die Grundsteinlegung der Pauluskirche statt. Entworfen hat den Bau Professor Delisle aus München. Das Glasbild von Profesor Knappe wird erst im September 1930 eingesetzt. Auf Antrag der "Deutschen Christen" wird das Altarfenster verhüllt, da es "dem deutschen Empfinden Hohn spreche". Erst 1950 ist es wieder aus dem Gottesdienstraum sichtbar.
1933 werden die "westlichen Teile" Wollmatingen, Bodanrückgemeinden, Allensbach und Reichenau zur Christuskirche in Wollmatingen ausgegliedert.
1945 finden in der Pauluskirche evangelische Militärgottesdienste der französischen Truppen statt.
1953 entsteht als erstes das Gemeindezentrums in der Friedrich-Hug-Str., der Kindergarten und eine Schwestern- und Vikarwohnung.
1957 wird die Kreuzgemeinde gegründet und dieser Teil der Paulusgemeinde ausgegliedert. 1958 dann wird das Johannes-Zwick-Haus als Gemeindezentrum eingeweiht. Die heute noch gespielte Steinmeyer-Orgel wird 1964 eingebaut. Da 1965 über 7.000 Gemeindeglieder in der Paulusgemeinde leben, werden zwei Pfarreien (Paulus Ost und Paulus West) eingerichtet und die Pfarrer Manfred Bücklein (Paulus Ost) und Fritz-Peter Bung (Paulus West) beginnen ihren Dienst.
Im Jahr 2003 kann eine geplante Innenrenovation der Pauluskirche seitens der Landeskirche aus Haushaltsgründen nicht bezuschusst werden und wird verschoben.
Gemeinsam gehen Pfarrer Markus Engelhardt und der Ältestenkreis den Weg zu einem erneuten Zusammengehen der evangelischen Christinnen und Christen in den Konstanzer Stadtteilen Petershausen, Königsbau und (teilweise) Fürstenberg.

 

(Vor-)Geschichte der Petrusgemeinde

1965 wurde an der Pauluskirche eine zweite Pfarrstelle „Paulus-West“ eingerichtet und mit Pfarrer Fritz-Peter Bung besetzt. 1974 dann wurde die neue Petruspfarrei mit ihrem Gemeindezentrum und der Petruskirche etabliert, Pfarrer Bung übernahm diese Pfarrei. Dem Bau des Petrus-Gemeindezentrums ging 1969 ein Architektenwettbewerb voraus.
Im Ausschreibungstext dazu wurden Thesen formuliert, wie Bauten der Kirche damals gestaltet werden sollen:
- „weder bloße Anpassung noch falsche sakrale Überhöhung...“
- „die Funktionen sollen die bauliche Gestaltung prägen, frei von festen Überlieferungsformen wie von willkürlichen Besonderheiten...“
- „baulicher Ausdruck der heutigen christlichen Gemeinde... in der vielgestaltigen Gliederung ihrer Gemeinschaft....“
Der Treffpunkt der Gemeinde sollte danach nicht allein Kirche im herkömmlichen Sinne, sondern ein vielfältig verwendbares Gehäuse für die verschiedensten Aktivitäten der Gemeindemitglieder sein.
1994 wurde der „zweite Bauabschnitt“ mit dem Kinderhaus Löwenzahn realisiert.
„Die hellen, vielseitig benutzbaren Räume kamen der befreienden Idee entgegen: Das Petrus-Gemeindezentrum wurde ein „Haus der offenen Tür“. Und so kamen denn auch viele, Einzelne und Gruppen, die hineinkommen wollten.“ – so der erste Pfarrer der Petruspfarrei, Fritz-Peter Bung. Dies zeigte sich auch früh in der interreligiösen Zusammenarbeit. Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit wie auch die Deutsch-Israelische Vereinigung hatten im Gemeindezentrum ihre Zusammenkünfte.
In den ersten Jahrzehnten prägten Kunstausstellungen und Konzerte eine besondere Form der „Offenheit“.
Der Pfarrerwechsel im Herbst 1992 zu Pfarrer Raimund Fiehn war zunächst von Kontinuität geprägt: nahezu alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machten weiter, so daß das gewohnte Programm mit wenigen Veränderungen weiter gehen konnte.
Neue Akzente gab es durch die familiäre Situation der Familie des Pfarrers: das erste Kind der Familie Fiehn war im Krabbelalter und so entstand die erste Krabbelgruppe, die großen Zulauf hatte, und aus deren Umfeld manche neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hervorgingen.
Dazu kamen dann konzeptionelle Überlegungen zur Gemeindearbeit - zunächst im Ältestenkreis, dann erweitert im MitarbeiterInnenkreis - wie es schon in der Ausschreibung der Pfarrstelle als Erwartung geäußert worden war. Hier wurde schließlich über einen längeren Zeitraum ein Leitbild für die Gemeinde entwickelt und dieses dann durch eine Werbeagentur auch grafisch in einem Logo umgesetzt.
Ende 1999 widmete sich Pfarrer Raimund Fiehn in Freiburg neuen Aufgaben.
Im September 2000, nach fast einem Jahr Vakanz – nicht besetzter Pfarrstelle – übernahmen Pfarrerin Sabine Zeller-Schock und Pfarrer Peter Schock je zu 50% die Pfarrstelle.
Die Gestaltung der Gottesdienste, die ihren besonderen Ausdruck in den erstmals gefeierten „Thomasmessen“ fanden, Senioren- und KonfirmandInnenarbeit bestimmten das Gemeindeleben.
Mit Pfarrerin Sabine Zeller-Schock und Pfarrer Peter Schock und dem Ältestenkreis wurde dann gemeinsam mit der Pauluspfarrei der Weg zur (Wieder-)Vereinigung der Gemeinde beschritten.